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Die augenfälligste Besonderheit ist natürlich das "Ziegelsteindesign". Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten: mir gefällt sie; ich finde, sie fühlt sich gut an und liegt gut in der Hand - und ein Hingucker ist sie allemal! Basta!

Die Panasonic hat zwar einen ergonomisch geformten Gummiwulst rechts am Gehäuse, aber offensichtlich ergonomisch für japanische Hände, denn ich hatte mich beim Greifen nicht sehr wohl gefühlt. Ich hatte im Internet gelesen, dass einem die Leica aus der Hand rutschen könnte. Wie das im Winter ist, werde ich in einem halben Jahr wissen, aber im Sommer passiert das definitiv nicht. (2003-03: sie ist mir auch im Winter nicht aus der Hand gerutscht! 2003-09: Sie ist mir auch in diesem affig heißen Sommer nicht aus der Hand gerutscht!)

Ich habe schon mehrfach gelesen, dass sich die Schalter beim Herausnehmen aus der Tasche wegen der ungünstigen Anordnung leicht verstellen sollen. Mit der originalen Leica Ledertasche ist es mir bisher nur einmal passiert: ich hatte die Tasche nicht ganz geöffnet und die Kamera im Eifer des Gefechts förmlich herausgerissen. Dabei hat sich der Fokus-Schalter von AF auf Makro gestellt (das habe ich aber schnell gemerkt, weil die Kamera nicht mehr scharf stellen konnte). 2003-08: Mir ist das noch ein paar Mal passiert, meistens, wenn ich die Reißverschlüsse der Tasche nicht ganz aufziehe, weil ich es zu eilig habe. Dann kann sich auch der Schalter von Aufnahme auf Wiedergabe stellen. Die Tasche sollte den Mechanismus eines Pistolenhalfters haben ;-)

Da der Sucher der DIGILUX 1 - wie nun mal bei allen Sucherkameras - einen Versatz zum Objektiv hat, müssen Sie mit dem Bildausschnitt vorsichtig sein, wenn Sie zu nah ans Motiv ran kommen: Dann sehen Sie nämlich im Sucher was anderes als die Kamera aufnimmt (Parallaxenverschiebung). Das Bild rechts zeigt dies sehr schön: Das Glas ist oben abgeschnitten und dafür ist vom Tisch unten zu viel drauf. Dafür hat die DIGILUX 1 oben links und rechts im Sucher zwei kleine Markierungen, die Sie als Hilfen zum Parallaxenausgleich verwenden können. Alternativ können Sie natürlich das Display auf der Kamerarückseite verwenden, denn dieses zeigt das Bild so, wie es aufgenommen wird.

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Wenn der Auslöser halb durchgedrückt wird, werden Schärfe und Zeit/Blende eingestellt und gespeichert und beim vollständigen Durchdrücken für die Aufnahme genutzt. Die Kritik, dass beim Photographieren von zwei Personen der Hintergrund zwischen den Personen scharf gestellt wird, ist also albern. Wenn Sie mittenbetont eine Person "anmessen" haben Sie die richtige Schärfe und auch die richtige Belichtung. Außerdem kann zwischen einem größeren und einem Spot-Autofokus umgeschaltet werden. Damit verhält sich die DIGILUX 1 wie eine Automatik-Spiegelreflex. In der Tat ist es aber erklärungsbedürftig, wenn Sie jemandem die Kamera mit der Bitte um ein Photo in die Hand drücken. Dann stellen Sie am besten auf AUTO, damit die Kamera möglichst viele Bedienfehler ausgleicht.

Bei MF (manueller Fokus) kann mit dem Ring um dem Objektiv manuell fokussiert werden, fasst wie bei einer Kleinbild-Spiegelreflex. Allerdings funktioniert der Drehring nicht mechanisch, sondern elektronisch, d.h. er hat keine Anschläge und daher auch keine Beschriftung. Der Sucher unterstützt die Fokussierung auch in keiner Weise. Das Display (der Monitor an der Rückseite) unterstützt allerdings die Fokussierung durch die Einblendung von Symbolen, wenn der Messung nach das Objekt in der Bildmitte scharf ist. Es wird damit geworben, dass mit dem großen und hochauflösenden Display das manuelle Fokussieren leicht gemacht wird - das ist vielleicht doch etwas übertrieben. Der große Vorteil des manuellen Fokus ist meines Erachtens eine noch höhere Geschwindigkeit der Kamera, denn die meisten Aufnahmen erfolgen ja doch mit "unendlich". So kann man sich bei MF die Zeit für die Fokussierung sehr oft sparen. Der Autofokus hat übrigens bei Dunkelheit recht häufig Probleme. Die DIGILUX 1 sendet keinen Lichtstrahl zum Fokussieren aus (wie ich das beispielsweise von der Casio kenne) und daher bleibt einem oft nur die Möglichkeit, irgendwo nach Kanten, Muster oder Lichtspitzen in der Dunkelheit zu suchen, damit der Autofokus sein Werk vollenden kann.

Der schwarze Punkt in der Mitte des AF/MF/Makro-Umschalters ist übrigens keine Schraube, sondern die LED für den Selbstauslöser.

Neben dem AUTO-Modus, bei dem nun wirklich alles automatisch eingestellt wird (und den Sie deshalb am besten gleich wieder vergessen!), gibt es noch die Zeit-, Blenden- und Programmautomatik, die so funktionieren, wie es von einer Kleinbild-Spiegelreflex her bekannt ist. Die Blende wird dabei mit der 4-Wege-Wippe oben/unten eingestellt und die Zeit rechts/links. Dafür hätte die 4-Wege-Wippe gerne etwas höher sitzen können (nämlich da, wo der Daumen ist). Der manuelle Modus unterstützt mit der Einblendung einer Lichtwaage die Einstellung. Leider erfolgen sämtliche Anzeigen und Einblendungen ausschließlich im Display und nicht im Sucher.

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Wenn Sie die Spotmessung aktiviert haben, orientiert sich die Belichtung wirklich nur an einem sehr kleinen Ausschnitt in der Bildmitte (der im Display durch ein grünes Rechteck mit einem kleinen blauen Kreuz drin angezeigt wird). Die Belichtung ist damit recht sensibel und gerade bei solchen Bildern mit starken Helligkeitsunterschieden in der Bildmitte muss man sehr genau darauf achten, wo man misst (die Messung kann durch halbes Drücken des Auslösers für die Ausschnittbestimmung gespeichert werden). Der Sucher zeigt hier keinen Unterschied, also entweder hinterher anhand des Displays kontrollieren oder von vornherein das Display statt des Suchers für die Aufnahme nutzen oder mehrere Photos aufnehmen (schadet eh nicht, da Sie jederzeit löschen können, wenn der Platz eng wird).

Der Lichtschacht des Displays an der Rückwand sorgt zumindest für eine bessere Darstellung bei hellem Umgebungslicht, aber bei greller Sonne ist auch diese Hilfe schnell am Ende. Da der Sucher keinerlei Anzeigen bietet (s.o.), ist man leider manchmal auf das Display angewiesen und damit bei greller Sonne echt gekniffen. Auf jeden Fall aber bleibt das Display mit dem Faltlichtschacht frei von Fettflecken, die sich sonst durch das Greifen nach der Kamera einfach nicht verhindern lassen. Beim Aufklappen schnappen übrigens die beiden Seitenteile durch Federn getrieben automatisch heraus. Beim Schließen muss mann erst die beiden Seitenteile einklappen, bevor man den Deckel des Faltlichtschachts schließen kann (klingt aber umständlicher als es ist). Alle Teile des Lichtschachts sind leider aus Kunststoff!

Der Zoom wird mit dem Zeigefinger über eine Drehwippe bedient, die am Auslöser angeordnet ist. Dies empfinde ich persönlich als deutlich komfortabler als bei den Kameras, bei denen der Zoom mit dem Daumen auf der Kamerarückseite bedient wird. Vor allem den Zoom der Nikon Coolpix 5700 fand ich völlig enttäuschend: erst reagiert er gar nicht, dann superschnell und bei 280mm kann man die Büchse nicht mehr ruhig halten. Die Bedienung Zeigefinger-Auslöser und Daumen-Zoom ist dort auch genau anders herum als bei einer Videokamera! Das Objektiv der DIGILUX 1 wird ja überall reichlich diskutiert - wer auch immer es herstellt und wer auch immer es alles verwendet: es scheint absolut bewährt und von vernünftiger Qualität zu sein (das Wackeln, Surren und Ruckeln ist übrigens völlig normal!). Es ist auch sehr vernünftig von Leica nur ein 3fach-Zoom einzubauen, denn Canon hat mit dem Wechsel von der G2 zur G3 von 3fach auf 4fach umgestellt und sich damit eine absolut miese Qualität eingehandelt: die Bilder sind alle völlig verzeichnet.

2003-09: Der 2-fache Digitalzoom der DIGILUX 1 ist übrigens besser als sein Ruf: allgemein kann man von digitalen Zooms ja eigentlich nur abraten und sich auf den optischen Zoom beschränken. Aber wenn Sie schon bei der Aufnahme definitiv wissen, dass Sie hinterher am PC nur einen Ausschnitt verwenden werden, dann sollten Sie bereits bei der Aufnahme digital zoomen. Sie erhalten dann nämlich eine bessere Qualität, als wenn Sie hinterher im Bildbearbeitungsprogramm zoomen. Bei dem linken Bild habe ich maximal optisch gezoomt und wegen einem Zaun konnte ich nicht näher ran. Daher habe ich bei dem rechten Bild zusätzlich maximal digital gezoomt:

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Zum Qualitätsvergleich habe ich dann in Adobe Photoshop Elements bei beiden Photos auf das Logo gezoomt. Durch den zusätzlichen zweifachen digitalen Zoom bei der Aufnahme musste ich einmal mit 500% und einmal mit 1000% zoomen, um den gleichen Ausschnitt zu erhalten. Rechts daneben zusätzlich der Vergleich der freigestellten und skalierten Ausschnitte derselben Photos. Beide Vergleiche zeigen jeweils links das Photo mit dem rein optischen Zoom und rechts das Photo mit dem zusätzlichen Digitalzoom.

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Sie sehen in beiden Vergleichen einen Unterschied zugunsten der Aufnahme mit Digitalzoom. Ich vermute dies liegt daran, dass die Kamera beim Digitalzoom das Primärbild zoomt, bevor es dieses komprimiert und als JPEG codiert speichert. Der PC kann nur das komprimierte JPEG als Basis für den Zoom nehmen und damit nicht dieselbe Qualität erreichen. Sie sollten noch beachten, dass der Sucher der Kamera optisch arbeitet, also den Digitalzoom nicht anzeigt; die Kontrolle bei der Aufnahme muss also über das Display auf der Kamerarückseite erfolgen.

Die Leica DIGILUX 1 hat einen Power-Save-Modus. Einstellbar nach 2, 5 oder 10 Minuten schaltet sich die Kamera aus. Dann genügt ein Druck auf den Auslöser, um sie wieder einzuschalten. Allerdings wird sie dadurch nicht noch schneller, weil sie sich beim Übergang in den Power-Save-Modus genauso verhält wie beim Ausschalten, d.h. sie fährt leider das Objektiv ganz ein (was natürlich direkt auch wieder Strom verbraucht). Dieser Modus kann auch ausgeschaltet werden, hilft aber vielleicht doch beim Sparen der Akku-Leistung.

Ich habe übrigens mit der ersten Akku-Ladung 130 Photos geschafft, teilweise mit Blitz, viele mit Display und ich habe viel rumgespielt; eine Ladung sollte also immer für 150 Photos gut sein. 2003-03: ich habe noch nie Probleme mit der Akku-Laufzeit gehabt. Wer allerdings einen zweiten Akku zur Reserve mitnimmt, wird sich ärgern, wenn er ihn einsetzen muss, denn dafür muss erst der Faltlichtschacht abgeschraubt werden (da hat irgendein Konstrukteur gepennt, denn die beiden Einheiten überlappen sich nicht einmal einen Zentimeter!). 2003-08: Das mit den 150 Photos hat sich jetzt schon mehrfach bestätigt. Das Ladegerät ermöglicht leider nicht das separate Laden eines Akkus, was beim Aufenthalt im Hotel doch schon mal praktisch wäre. Beim Laden des Akkus sollte man etwas vorsichtig sein, denn ich habe schon mehrere eMails von Leuten erhalten, die nach deutlicher Überladung die Kamera erst nach Kauf eines neuen Akkus wieder einschalten konnten!

Die Verwendung der SD-Card als Speichermedium ist in Compact-Flash-Zeiten ungewöhnlich, aber die Karte ist auch ungewöhnlich schnell. Mit 10MB/s ist sie gegenüber dem 1GB Microdrive mit 1,5MB/s mehr als 6mal so schnell. Außerdem ist auch bei der SD-Card ein Controller integriert, der eine Kompatibilität mit zukünftigen Kapazitäten gewährleistet (momentanes Limit ist 512 MB). Das die IBM-Festplatte nicht eingesetzt werden kann, stört mich nicht, da ich das Risiko der Mechanik, den höheren Stromverbrauch und die langsamere Geschwindigkeit eh nicht gewählt hätte. Bleibt einzig der noch hohe Preis der SD-Card gegenüber Compact-Flash. 2003-03: s. auch Kauf.

Leica unterstützt bei der DIGILUX 1 übrigens kein RAW-Format, das für Gutachter und einige Reporter sehr wichtig ist, weil sie nur so die Originalität der Aufnahme beweisen können. Da ich diese Funktion aber nicht brauche, stört mich persönlich das Fehlen nicht. Der Qualitätsunterschied zwischen TIFF und JPEG Fine (also niedrige Komprimierung) ist übrigens fast vernachlässigbar gering. Die unter Bildqualität aufgeführten Einstellungen zeigen deutlich größere Unterschiede. Wenn Sie ein Photo als TIFF aufnehmen, wird dieses gleichzeitig auch als hoch komprimiertes JPEG gespeichert. Dies vereinfacht wegen der deutlich geringeren Ladezeiten die Handhabung am PC, denn Sie würden höchst wahrscheinlich sonst immer von Hand am PC die TIFFs nochmal als JPEG speichern, um schneller durch die Verzeichnisse schauen zu können (TIFFs sind nicht komprimiert und daher sehr groß). Sie können die JPEGs auch als Thumbnails beim Katalogisieren in Bildarchivprogrammen verwenden.

Als JPEG-Fine (also niedrige Komprimierung) passen auf den mitgelieferten 64MB-Chip ca. 36 Bilder, also quasi wie bei einem Kleinbildfilm. Eigentlich sollte keine andere Einstellung als JPEG-Fine gewählt werden. Das Zählwerk in beiden Displays zählt übrigens rückwärts und passt sich der eingestellten Auflösung an, so dass man nicht rechnen muss und sich auch nicht merken muss, welcher Chip drinsteckt. Das Display oben auf der Kamera hat allerdings nur eine dreistellige Anzeige, zählt also bei großen Karten und niedrigen Auflösungen erst ab 999 Restbildern rückwärts. Das große Display auf der Rückwand zeigt bei einer 512 MB-Karte bei 640x480 mit hoher Komprimierung korrekt 3927 an und zählt auch korrekt runter. Die Übertragung der 64MB von der Standardkarte per USB dauern übrigens ca. 2 Minuten. Der auf CD-ROM mitgelieferte Treiber funktionierte bei Microsoft Windows XP Professional auf Anhieb. Ich nutze die Kamera auch problemlos zur Übertragung auf ein Microsoft Windows 2000 Professional. In den Dateien werden auch viele Bildinformationen gespeichert, die aus dem Windows-Explorer mit der rechten Maustaste, Eigenschaften und Dateiinfo abrufbar sind. Sie können das nebenstehende Bild durch Klick auf das Bild vergrößert darstellen. 2003-08: Die Übertragung der Photos von der Kamera auf den PC kann auch direkt aus Adobe Photoshop Elements oder Adobe Photoshop Album erfolgen.

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2003-08: Wenn Sie feststellen, dass der Speicherplatz auf dem Chip eng wird, können Sie auf hohe Komprimierung oder auf geringere Auflösung umstellen. Die Umschaltung auf die hohe Komprimierung ist ratsam, wenn Sie ein großflächiges Bild möchten und auf etwas Qualität verzichten können. Die Umschaltung auf geringere Auflösung ist ratsam, wenn Sie die volle Qualität nicht missen möchten, aber das Bild nicht so groß sein muss. Wenn Sie beispielsweise ein Bild für den Hintergrund Ihres PC-Desktops verwenden möchten und ohnehin nur 1024 x 768 fahren, können Sie sicherlich problemlos die Auflösung reduzieren. Wenn Sie aber einen Ausdruck auf DIN A4 möchten, sollten Sie nicht die Auflösung reduzieren und damit das Bild verkleinern, um es hinterher wieder zu vergrößern. Dann ist es besser, die Komprimierung zu erhöhen. Bei vielen Bildern sieht man den Unterschied der Komprimierung eh nur im direkten Vergleich (und manchmal selbst da nicht). Folgende Tabelle zeigt die Speichergrößen bei demselben Motiv in verschiedenen Auflösungen und Komprimierungen:

Auflösung Komprimierung KB 827 KB
2240 x 1680 JPEG niedrig 1874
1600 x 1200 JPEG niedrig 847
1120 x 840 JPEG niedrig 452
640 x 480 JPEG niedrig 183
2240 x 1680 JPEG hoch 863
640 x 480 JPEG hoch 80

Sie können daran schön sehen, dass sich der Speicherbedarf bei der DIGILUX 1 mit jeder Auflösungsreduktion etwa halbiert und die Umschaltung von niedriger auf hohe Komprimierung etwa nochmal eine Halbierung bringt. D.h.: eine Reduzierung der Auflösung auf 1600 x 1200 spart etwa den gleichen Speicherplatz wie die Umschaltung auf hohe Komprimierung (dies sind die fett dargestellten Zahlen). Damit sollten Sie die Entscheidung von der Verwendung abhängig machen. Die genauen Werte variieren aber auch mit dem Motiv und mit Einstellungen wie beispielsweise der Sättigung. Das Bild in der Tabelle oben zeigt dreimal den gleichen Ausschnitt aus drei Testphotos von einer Postkarte. Der Ausschnitt links oben ist von dem Testphoto in 2240 x 1680 mit niedriger Komprimierung. Der mittlere Ausschnitt ist von dem Testphoto in 1600 x 1200 auf die gleiche Größe gezoomt, also Faktor 1,4; von diesem Zoomvorgang stammen die deutlich sichtbaren Klötzchen (was nicht so sein muss, wenn Ihr Bildbearbeitungsprogramm beim echten Skalieren geschickt interpoliert, s.o.). Der Ausschnitt rechts unten ist von dem Testphoto in 2240 x 1680 mit hoher Komprimierung. Eine exakte Bildbeurteilung ist hier jetzt sicherlich nicht möglich, weil der Screenshot auch wiederum als JPEG gespeichert ist (allerdings in bestmöglicher Qualität bei möglichst geringer Komprimierung, also Stufe 12 in Adobe Photoshop Elements; Bildschirmauflösung 1280 x 1024), aber auch auf den Originalbildern ist der Unterschied zwischen geringer und hoher Komprimierung (also dem Ausschnitt links oben und dem Ausschnitt rechts unten) kaum zu sehen. 2003-09: Vergleiche zur Auflösung bzgl. der viel gehassten Clusterbildung ziehe ich unter Bildqualität.

Klasse finde ich die Möglichkeit beim Blitzen zwischen "erstem und zweitem Verschluss" zu unterscheiden. Die Kamera hat zwar keinen Verschluss, aber es ist dennoch ein Unterschied, ob zu Beginn oder am Ende der Belichtung geblitzt wird. Auf jeden Fall ist es ein deutlicher Unterschied, ob normal oder auf eine dieser Arten zusätzlich geblitzt wird, weil die Farben viel wärmer sind. Das linke Bild ist normal geblitzt und das rechte auf dem "ersten Verschluss" (die Anzeige, Vergrößerung und Verkleinerung funktioniert hier wie bei Bildqualität beschrieben; die Größen liegen bei 1,8 und 1,6 MB):

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Bei Motiven mit Bewegung kann durch das Blitzen auf einen Verschluss ein Wischeffekt erzeugt werden, der ordentlich Dynamik ins Bild bringt. Ist dies nicht gewünscht, sollte normal geblitzt werden. Bei einer schlafenden Katze spielt dies allerdings keine Rolle; übrigens: Kennen Sie eine Katze, die so schläft? (2003-03: Danke für die eMails mit ähnlichen Photos ;-)

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Bei diesem irren Uhrmechanismus habe ich aus sehr geringer Entfernung photographieren müssen. Dabei habe ich sofort den TTL-Blitz vermisst. Deshalb habe ich die gleiche Aufnahme nochmals mit Blitz auf dem ersten Verschluss gemacht (rechtes Bild). Trotz der Bewegung im Motiv und trotz der Freihandaufnahme in der Ermangelung eines Stativs ist die Qualität deutlich besser. Mit externen Blitzen habe ich noch keine eigene Erfahrung gesammelt, ich habe aber schon in eMails Hinweise erhalten, dass es wohl nicht so ganz unproblematisch ist (empfohlen wird der Leica Blitz SF 20 - Bestell-Nr. 14 414). Eine Blende von 4 in der Kamera und im Computerblitz soll ganz gut funktionieren.

Der Blitz ist übrigens - wie bei fast allen Kompaktkameras - viel zu nah an der optischen Achse und produziert daher teilweise prächtig rote Augen. Diese können allerdings am PC relativ leicht wieder retuschiert werden. Adobe Photoshop Elements hat dafür eine eigene Funktion parat, die sehr einfach zu bedienen ist.

2003-09: Die oben gezeigte Uhr hat einen irren Mechanismus, der auf dem Photo nicht so deutlich sichtbar wird, weil er halt durch die Bewegung bestimmt wird. In solchen Fällen ist ein Video (2268 KB, ca. 13 Sekunden Laufzeit) einfach viel aussagekräftiger als ein Photo. Wenn Sie auf den Link klicken und Apple Quicktime installiert haben, sollte das Video in einem separaten Browserfenster laufen. Es fällt dann sofort auf, dass es mächtig wackelt, obwohl ich wirklich schon die Ellenbogen auf der Brust abgestützt habe. "Videos" können mit einem digitalen Photoapparat eigentlich nur mit Stativ aufgenommen werden, weil keine Mechanismen gegen Verwackeln eingebaut sind. Es wird übrigens auch der Ton mit aufgezeichnet, allerdings nicht in Stereo. Eine richtige Videokamera kann diese Technik aber wirklich nicht ersetzen, genauso wie eine Videokamera auch bei bester Still-Technologie noch nicht mit einem digitalen Photoapparat mithalten kann (zu geringe Auflösung der CCDs). Es dürfte aber nur eine Frage der Zeit sein, bis sich diese Technologien annähern. Panasonic hat zur IFA 2003 die ersten passablen SD-Card-Videokameras gezeigt, die teilweise auch von Lara Croft im Film Tomb Raider II eingesetzt werden ;-)

Sehr schlecht finde ich die Update-Möglichkeiten der Software bei der DIGILUX 1, denn es gibt gar keine! Das Display zeigt die Version 1.0 und dabei wird es auch bleiben. Mir ist bisher nur ein echter Fehler in der Software bekannt: wenn Sie beim Review im Display in das Bild zoomen, dann an den oberen Rand laufen, warten bis das Bild wieder auf Kamera springt und dann erneut in den Review gehen, sieht das Bild oben ziemlich zersemmelt aus - sieht aber zum Glück nur so aus! Dennoch würde ich es sehr begrüßen, wenn ein Update möglich wäre. Navi-Systeme im Auto haben gezeigt, was eine neue Software alles an Verbesserungen leisten kann und ohne Update-Möglichkeit ist dieser Weg per Definition versperrt. Vielleicht ist bei der DIGILUX 1 ja auch doch nicht alles in Software, sondern teilweise fest verdrahtet realisiert?

Sie können Bilder übrigens nachträglich vertonen, um beispielsweise den Namen oder Ort des Motivs zu notieren. Dafür (und für die Kurzvideos) sind ein kleines Mikrofon und ein kleiner Lautsprecher (oben in der Mitte auf dem Gehäuse und rechts unten auf der Gehäuserückseite) eingebaut. Diese Aufzeichnungen werden als separate Datei (.mov) übertragen und können mit Apple Quicktime auf dem PC abgespielt werden. Die Videos haben eine recht geringe Auflösung und sind bei weitem kein Ersatz für eine Videokamera, zumal sie ohne Stativ immer gnadenlos verwackeln. Aber bevor man eine Szene völlig verpasst, hat man sie ja vielleicht doch lieber in schlechter Qualität. Der Speicherplatz hält sich dafür in Grenzen: 25 Sekunden benötigen nur ca. 4 MB.

Das Display-Menü kann nur englisch und das auch nur in Großbuchstaben. Außerdem hängt beim Navigieren mit der 4-Wege-Wippe die Menüführung zeitlich nach, was etwas nervt. Dafür gibt es aber sehr viele Optionen, beispielsweise die Umstellung zwischen PAL und NTSC. Sie sollten beachten, dass das Menü sich im Aufnahme- und Wiedergabemodus mit völlig verschiedenen Funktionen präsentiert. Wenn Sie also etwas nicht finden, von dem Sie genau wissen, dass es das gibt, sind Sie vielleicht gerade im anderen Modus.

2003-08: Das Display selbst ist besonders groß und benötigt eine Menge Elektronik und Energie, damit es auch hell leuchtet und mit schnellem Bildaufbau überzeugen kann. Diese Elektronik scheint im Gehäuse rechts neben dem Display zu sitzen, denn wenn es längere Zeit durchgehend aktiv ist (beispielsweise bei der Durchsicht der Photos abends im Hotel), wird es am rechten Daumen verdächtig warm. Der große Energiebedarf und die Wärme erhöhen übrigens das Bildrauschen! Wer also das Maximum an Bildqualität herausholen will, sollte das Display nur kurz zur Kontrolle einschalten und auch die Kamera selbst häufiger zwischendurch ausschalten. Für weitere Erwärmung sorgt nämlich der Sensor, der zur Minimierung der Auslösegeschwindigkeit in permanenter Bereitschaft ist. Wenn Sie dann noch die Kamera im warmen Auto liegen lassen oder direktem Sonnenlicht aussetzen, kann sie sich sehr schnell aufheizen. Da - laut Leica - bereits ein Temperaturanstieg der Kamera von 6 bis 8 Grad Celsius zu einer Verdopplung des Bildrauschens führt, ist hier etwas Rücksicht geboten; das Problem des erhöhten Bildrauschens durch erhöhte Temperatur haben übrigens alle Digitalkameras! Wenn Sie also in die Tropen oder in die Wüste wollen, sollten Sie lieber eine Leica M mitnehmen, zumal die DIGILUX 1 nur auf maximal 40 Grad Celsius ausgelegt ist. Ich habe bereits eMails von Leuten erhalten, die bei höheren Temperaturen Ausfälle hatten. Aber diese Diskussion erinnert mich etwas an die Zeit, als die Spiegelreflexkameras elektronische Messungen bekamen und deshalb eine Batterie benötigten. Ich selbst hatte mich damals unter anderem deshalb für die Nikon F3 entschieden, weil es hier noch eine Notauslösung mit 1/80 Sek. gab, die rein mechanisch funktionierte. Ich habe sie zumindest in Australien, Neuseeland, Hawaii, Tahiti, USA und auch auf den Malediven nie benötigt. Vielleicht ist es mit der DIGILUX 1 ja noch problematisch, aber ich bin mir sicher, dass die Evolution der Technik hier gandios sein wird. Die Automobilindustrie hat die Zuverlässigkeit der Elektronik bewiesen!

2003-08: Ein Vorteil aller Digitalkameras ist übrigens, dass man sie nicht hört. Es macht nicht Klick beim Photo, was viele Leute sicherlich noch immer irritiert; im Konzertsaal, bei Gericht oder im Kunstmuseum ist das aber sehr angenehm!

 

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