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Wer glaubt, dass die Formel: "Digitalkamera = Digital + Kamera" stimmt, muss noch etwas dazulernen. Denn selbst wer sowohl mit einem PC als auch mit einem Photoapparat sehr gut umgehen kann, wird bei der Digitalphotographie noch so einige Überraschungen erleben. Ein Beispiel dafür haben Sie auf jeden Fall schon auf meinen Seiten gesehen, nämlich bei der genauen Betrachtung der verschiedenen Auflösungen per Zoom und Skalierung, insbesondere in Verbdindung mit dem Digitalzoom. Wenn Sie bei einer Digitalkamera die Blende einstellen, müssen Sie wissen, dass Sie die Zahl etwas größer denken müssen: eine digitale Blendenzahl von 2,4 entspricht etwa der Kleinbild-Blendenzahl von 4 (meine Schätzung). Ich hatte mich immer gewundert, warum die meisten Kameras (wie auch die Leica DIGILUX 1) schon bei 8 aufhören, aber das entspricht etwa 10 bis 11. Wenn Sie eine geringe Schärfentiefe wollen, wird es bei einem Anfangswert von digital 2,0 bis 2,5 entsprechend schwierig. Entgegen ersten Vermutungen kommt es bei Digitalkameras eher zu Problemen mit zuviel Licht denn zuwenig Licht (dies zeigen auch einige Aufnahmen in meinen Bildgallerien). Die Brennweite müssen Sie mit fast 5 multiplizieren, denn die 7 bis 21 mm der Leica DIGILUX 1 entsprechen 33 bis 100 mm bei Kleinbild. Beim PC fangen Sie ruhig erst einmal mit dem Bildbearbeitungsprogramm Adobe Photoshop Elements an, das mit der DIGILUX 1 mitgeliefert wird. Die Vollversion von Adobe Photoshop ist nämlich nicht nur teuer, sondern auch verdammt mächtig. Die wichtige Funktion "Auto-Tonwertkorrektur" sowie der "Kopierstempel" zum Retuschieren (erst mit gedrückter Alt-Taste an die Stelle klicken, die kopiert werden soll und dann ohne gedrückte Alt-Taste an die Stelle klicken, wo die Kopie hin soll) sind auch in der Elements-Version enthalten. Ferner kann mit diesem Programm (im Gegensatz zum Explorer von Windows XP) das Bild verlustfrei rotiert werden; dies ist bei Hochformat-Aufnahmen wichtig. Auch die variable Komprimierung mit Größenvorschau beim Speichern als JPEG ist mit der Elements-Version schon möglich. Die Vollversion hat dann allerdings noch so tolle Dinge wie den "Retuschier-Pinsel", der im Gegensatz zum Kopierstempel die kopierte Stelle in die Umgebung reinrechnet, so dass kaum mehr Übergänge erkennbar sind. Beim komprimierten Speichern kann auch die Zielgröße der Datei vorgegeben werden, etc. etc. Wer auch nur etwas Anspruch hat, wird seine Aufnahmen übrigens immer(!) nachbearbeiten, weil erst am großen Bildschirm auffällt, dass der Horizont doch etwas schief ist, doch ein Vogel durchgeflogen ist oder doch irgendwo ein Reflex reingekommen ist oder ganz einfach der Ausschnitt doch zu groß gewählt wurde. Da hilft auch das große Display der DIGILUX 1 nicht! 2003-09: Ich möchte hier auch den Verweis auf die Software Neat Image wiederholen, auf die ich bereits beim Thema Bildqualität eingegangen bin. Das Drucken der Bilder kann schnell zu einer eigenen Wissenschaft werden. Verwandte und Freunde schauen nach der Aufnahme fasziniert auf das Display der Kamera und sagen dann: "Toll, von dem Bild musst du mir unbedingt einen Abzug mitbestellen." Daraufhin werden Sie sagen: "Ok, ich drucke es dir mal aus." Wenn Sie die gewohnte Papierbildqualität erreichen wollen, werden Sie zu Kamera und PC noch einen ordentlichen Drucker und teures Photopapier drauflegen müssen. Und dann geht es darum, die richtige Einstellung für das Papier zu finden, die Druckmöglichkeiten des Bildbearbeitungsprogramms kennen zu lernen und nicht zuletzt den Druckertreiber richtig einzustellen. Dennoch wird es mit Auflösung und Farbdarstellung immer wieder Probleme geben. Einige Hersteller (z.B. Canon) stimmen Kameras und Drucker aufeinander ab; wenn Sie also eine Kamera eines Herstellers kaufen, der sowohl Kameras als auch Drucker herstellt, fragen Sie am besten gleich nach dem optimal dazu passenden Drucker - aber diese Frage sollten Sie dem Hersteller stellen, nicht dem Verkäufer! Ich besitze mittlerweile einen Drucker aktueller Generation (Stand 2003-08), nämlich einen Epson Stylus Photo 915, den ich für 149,- Euro bei Saturn im Rhein-Ruhr-Zentrum in Mülheim mitgenommen habe. Bei ordentlichem Papier und guter Einstellung stehen die Bilder in nichts mehr der bekannten Qualität von Papierphotos nach (außer, dass sie vielleicht über die nächsten 20 Jahre nicht so farbstabil sind, aber dann kann ich sie immer noch mit moderneren Geräten neu produzieren). Beachtenswert sind die Kosten, denn allein das Papier kostet bei 10x15 schon 0,35 Euro! Wenn Sie bedenken, dass Sie bei dm ein dm-DIGI-Foto online für 0,15 Euro bestellen können (eine schnelle Internetverbindung vorausgesetzt), dann ist das auf Dauer schon noch ordentlich teuer. Aber dafür ist es auch schnell, bietet mehr Möglichkeiten und macht riesig Spaß! 2003-08: Während noch vor einem Jahr für die Übertragung der Photos vom Chip auf den PC fast nur die Verbindung von Kamera und PC per USB-Kabel in Frage kam, gibt es mittlerweile bei neuen PCs sehr häufig an der Front Einschübe für die Chips, auch für die SD-Karte, für die sich Leica entschieden hat (oder besser: Panasonic hat sich für die SD-Karte entschieden und produziert diese sogar selbst). Auch externe Kartenleser für alle möglichen Karten gibt es heute wie Sand am Meer und mein neuer Drucker (s.o.) hat sogar einen PC-Card-Einschub und eine PC-Card als Adapter für die SD-Card ist serienmäßig dabei, so dass ich jetzt meine Photos sogar über den Drucker aus dem Chip in den PC übertragen kann! Dies ist sehr praktisch, weil der Drucker auf meinem Tisch in Reichweite steht und sich eh immer mit dem PC zusammen einschaltet. Beim Archivieren kommt das nächste Problem. Ich empfehle eine separate große Festplatte oder Partition nur für die Photos, so dass Sie auch auf Dauer alle unkomprimierten Originalaufnahmen UND die überarbeiteten komprimierten Photos aufbewahren können. Sie sollten diese auf jeden Fall auf CDs oder DVDs brennen, denn die Zerstörung wegen einer defekten Festplatte wäre ja doch zu schade, oder? Da beim digitalen Kopieren der Dateien keine Verluste auftreten, können Sie auch eine zweite Kopie im Bankschließfach oder bei Verwandten verwahren. Die Alternative zur Diashow ist natürlich der Beamer (Digitalprojektor), der allerdings ein ordentliches Loch in jedes Budget reißt, allein schon wegen der sündhaft teuren Birnen! Wohl dem, der sich gelegentlich den Beamer der Firma ausleihen darf! Aber auch ein schöner großer PC-TFT-Bildschirm oder digitaler Fernseher zeigt die Photos schon in beeindruckender Qualität. Die Diashow-Funktion im Explorer von Windows XP genügt schnell nicht mehr den Ansprüchen, so dass man hier vielleicht nach einer Software mit Katalogisierung Ausschau halten sollte. Dann können Sie die Aufnahmen nämlich verschlagworten und auch mal eine Diashow nach bestimmten Kriterien liefern, z.B. "Alle Brücken meiner Reisen der letzten 10 Jahre" (falls sich das mal jemand anschauen möchte!). Ich nutze dafür Adobe Photoshop Album, eine Software für 49,- Euro, die automatisch auch eine Verbindung zu Adobe Photoshop Elements herstellt. Mit dieser Software können Sie auch PDF-Präsentationen, Alben und Archive auf CDs und DVDs erstellen. Man kann sogar Bilder ins Web schicken und dafür fertig gedruckte Papier-Alben bestellen.
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