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"Die Menschen muss man nehmen wie sie sind, nicht wie sie sein sollten."
(Franz Schubert)

Software-Ergonomie

Wichtig ist vor Allem eine eindeutige Bedienerführung, die den Anwender nicht über das weitere Geschehen zweifeln lässt. Dazu benötigt man etwas Menschenkenntnis, denn ein Assistent, der den Anwender über mehrere Fenster oder Seiten hinweg durch die Fachlichkeit führt, ist sicherlich sehr hilfreich und angenehm, aber nur dann, wenn man als Anwender auch jederzeit sieht, wo man gerade ist und was noch alles passieren wird. Menschen lassen sich nun mal nicht gerne Schritt für Schritt durch das Dunkel führen, das sollte man gemäß dem Spruch oben auf der Seite akzeptieren. Ganz schlecht finde ich dieses Beispiel von Sun:

Anmeldung Sun

Hier weiß man bei einer wirklich sehr langen Seite, die immerhin bis 1.7 reicht, doch nicht, ob noch eine oder acht solcher Klopperseiten kommen und was wohl noch alles erfragt werden wird. Lassen Sie sich gerne auf solche Prozesse ein? Besser ist da schon die Anmeldung von Amazon:

Anmeldung Amazon

Hier ist zumindest sofort klar, dass man auf der Seite 1 von 3 ist. Das hilft doch schon mal, oder? Aber warum nicht gleich so wie ebay?

Anmeldung ebay

Hier sehen Sie sofort, dass Sie auf der Seite 1 von 3 sind und auch sogar inhaltlich, welche Seiten noch folgen werden. Da lässt man sich doch gerne drauf ein, oder? So einfach kann Ergonomie sein, wenn man nur mal etwas an die Anwender denkt.

[B30]

First principle: know the user
Meet the expectations
Look and feel of GUIs: Style guides
The Dos and Don'ts
Screen design
Join the senses
Keep it small and simple (Kiss)
Help your user ("RTFM")
NIMPLs

Nicht-Irrtümer belohnen, d.h. nicht permanent fragen, um Irrtümer zu vermeiden.

Bill Gates propagierte einst "Information at your fingertips" und wollte damit deutlich machen, dass eines Tages alle Informationen überall auf einen Mausklick hin verfügbar sein können. Mit zunehmender Verwirklichung dieser Vision stellt sich aber genau dieser Umstand nicht als Lösung, sondern als Problem dar, weil die Orientierung - also das Suchen und Finden mitsamt der Darstellung und Nutzung - sehr schwierig ist. Dazu hat sich mit dem "Knowledgemanagement" (dt.: Wissensverwaltung) sogar ein eigener neuer Begriff etabliert. Die Definition von Schlagwörtern, Kategorien, Filtern und das Schaffen von Identitäten in Unternehmen und Alltag ist eine Hürde, die noch lange nicht genommen ist. Diese Erfahrung machen täglich Millionen von Menschen, wenn sie sich im Internet mit Suchmaschinen auf die Reise begeben. Hier gewinnt die Software-Ergonomie wieder eine wachsende Bedeutung.

 

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