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Mit Microsoft Visual Basic (VB) werden vorrangig Programme geschrieben, die für den Eigenbedarf oder für kleinere Anwendungen gedacht sind. Dies liegt wohl daran, dass BASIC ursprünglich eine sehr einfache und unstrukturierte Programmiersprache war. Microsoft ist der Sprache BASIC auch bei Windows treu geblieben und hat diese stets weiterentwickelt. Heute kann mit VB auch objektorientiert programmiert werden und selbst zentrale Serverkomponenten können mit VB erstellt werden. Dennoch ist die Programmierung mit VB recht einfach geblieben, weil viele Details der Windows-API dem Programmierer verborgen bleiben.
Auch wenn keine zentralen Serverkomponenten erstellt werden (was bei 90% der VB-Anwendungen der Fall sein dürfte), kann der Programmierer verteilt denken und zumindest die zentrale Logik in eigenen Klassen verbergen und den Datenzugriff in wieder andere Klassen legen. Wenn dann die Anwendung mal wächst (bei Anwendungen für den Eigenbedarf werden ja leider selten Anforderungen spezifiziert, die dann auch noch hinreichend analysiert werden) kann beispielsweise ein Wechsel von Microsoft Access auf den Microsoft SQL-Server leicht erfolgen. Hier können dann auch Stored Procedures zum Einsatz kommen, mit denen die Daten wirklich nur über die Programmfunktionalität zugänglich werden. Von solchen Änderungen sind dann oft nur einige wenige Objekte im gesamten Softwaresystem betroffen.
VB wird übrigens auch von Microsoft .NET unterstützt, so dass auch die Investitionen in große Systeme, die in VB erstellt wurden, geschützt sind. Mit .NET können nahezu beliebige Programmiersprachen kombiniert werden, so dass beispielsweise auch die Erstellung zentraler, komplexer und schwieriger Komponenten in C# und deren Aufruf vom PC in VB möglich ist.