Homepage Ralf BürgerSSEAnhang > Probleme Ralf Bürger SSE Probleme Inhaltsverzeichnis Index Vorseite Folgeseite
 
 

"Man muss die Dinge so tief sehen, dass sie einfach werden."
(Konrad Adenauer)

Beispiele für Probleme in IT-Projekten


FBI nutzt Überwachungssystem "Carnivore" nicht

2005-01-15 15:47 heise

Die amerikanische Ermittlungsbehörde FBI hat wenig Glück mit ihren Software-Projekten: Nach den Schwierigkeiten mit der Erfassungssoftware Virtual Case File wurde nun auch bekannt, dass das als "Carnivore" ("Fleischfresser") bekannt gewordene Internet-Überwachungssystem DCS-1000 eine Fehlinvestition war. Wie aus Berichten der Behörde an den US-Kongress hervorgeht, nutzten die Beamten Carnivore während der Fiskaljahre 2002 und 2003 kein einziges Mal. Statt dessen griff das FBI auf nicht genannte kommerzielle Produkte zurück, gab das Electronic Privacy Information Center bekannt. ... (heb/c't)


Pannen bei Maut-Generalprobe

2004-10-15 Die Welt, Berlin, dpa

Bei der Generalprobe für die Lkw-Maut auf deutschen Autobahnen sind neue Probleme aufgetaucht. Das Betreiberkonsortium Toll Collect bestätigte, daß die eingebauten Bordcomputer nicht immer funktionieren, wenn Lastwagen aus dem Ausland zurückkehren. Bei den meisten Fahrzeugen seien die Schwierigkeiten inzwischen aber durch eine neue Software behoben, hieß es. Die Maut soll nach zweimaliger Verschiebung jetzt am 1. Januar kommenden Jahres eingeführt werden. Der pünktliche Start ist nach Auffassung des Konsortiums nicht gefährdet. Allerdings gibt es Befürchtungen, daß es zu einem Verkehrschaos kommt, weil zu wenig automatische Erfassungsgeräte in die Lastwagen eingebaut sind. Ursprüngliches Ziel war es, mit 500 000 Geräten zu starten. Nach Toll-Collect-Angaben sind bislang erst 105 000 Lastwagen mit Bordcomputern ausgestattet. Die anderen müssen übers Internet oder am Automaten eingebucht werden, was dauern kann.
Die neuen Schwierigkeiten waren durch einen ZDF-Bericht bekannt geworden. Mehrere Fuhrunternehmer schilderten darin, daß die Bordcomputer auf rot stehen bleiben, wenn die Lastwagen aus dem Ausland nach Deutschland zurückkehren. Toll-Collect-Sprecher Harald Lindlar sprach von einem "Auslandsfehler". Mit der neuen Software, über die inzwischen fast alle Fahrzeuge verfügten, gebe es diese Probleme aber nicht mehr. Mit dem Verlauf der Generalprobe zeigte sich das Konsortium um Daimler-Chrysler und Deutsche Telekom nach den ersten drei Wochen zufrieden. "Es hat keine größeren Pannen gegeben", sagte Lindlar. Die Testphase soll am 30. November abgeschlossen werden. Anschließend entscheidet das Bundesamt für Güterverkehr bis Mitte Dezember über die Starterlaubnis.
Das satellitengestützte Mautsystem sollte eigentlich bereits seit mehr als einem Jahr in Betrieb sein. Dies scheiterte jedoch an massiven technischen Problemen. Der Spediteursverband BGL wiederholte seine Warnung vor langen Staus und Wartezeiten, falls zu wenig Lkws mit Bordcomputern ausgerüstet sind. Verbandspräsident Hermann Grewer sagte: "Wenn nicht mindestens 400 000 Geräte eingebaut sind, ist das Chaos programmiert."


***PayPal Site Update***

2004-10-12 10:49 AM PDT, PayPal

We understand the PayPal site issues may be impacting many of you and your ability to do business with PayPal on and off eBay, and we apologize for this situation. We would like to update you on the current status and the efforts being made to resolve these issues.
Today, access to PayPal continues to be intermittent. Some members are able to log in to the site and make payments and perform other activities, although they may be experiencing very slow system responses. Other members are not able to get in right away, or at all. PayPal users may also be having problems with their debit cards.
Sellers who use PayPal shipping functionality may be having problems shipping products to their buyers, and buyers may be experiencing difficulties paying sellers. We encourage members to be patient with trading partners as we work to improve PayPal access.
These PayPal issues are the result of unforeseen problems that resulted when a new code base to upgrade the site architecture was introduced to the PayPal platform on Friday morning. The code worked well when tested and during the first hours of launch. Unfortunately, problems handling peak levels of traffic developed later in the day that created intermittent availability and errors for members. These problems have continued in varying degrees since Friday.
Account data and personal information have not been compromised by these issues. eBay and PayPal technical teams are working at full force to fix the underlying problems and improve site access.
We will continue to update you on the status of this situation.
Regards,
eBay

(dt.: ... Diese PayPal-Probleme sind das Ergebnis von unvorhergesehenen Problemen als Folge von neuem Basiscode, der zur Aktualisierung der Website-Architektur der PayPal-Plattform am Freitagmorgen eingeführt wurde. Der Code arbeitete während der Tests und der ersten Betriebsstunden gut. Unglücklicherweise entwickelten sich später am Tag Probleme bei der Abhandlung von Spitzenzeiten, die zu Unterbrechungen der Verfügbarkeit und Fehlern für Mitglieder führten. Diese Probleme setzten sich in verschiedenen Graden seit Freitag fort. ... Grüße. eBay)


Berlin - Ab heute machen die Ämter dicht und bereiten sich auf Hartz IV vor

2004-10-04 bz-berlin, bebe

Die Daten von 460 000 zukünftigen Arbeitslosengeld-II-Empfängern müssen eingegeben werden. Bisher fehlt in den Behörden die neue Software. Deshalb müssen die Mitarbeiter die neuen Beträge teilweise mit dem Taschenrechner ermitteln. Das Sozialamt Mitte bleibt die ganze Woche geschlossen. An allen drei Standorten - in den Rathäusern Tiergarten, Wedding und Mitte - stehen Bedürftige vor verrammelten Türen. "Wir planen weitere Schließzeiten im November und Dezember ein", kündigt Sozialamtsleiter Winfried Krüger, 53, an. Auch das Sozialamt Charlottenburg-Wilmersdorf arbeitet auf Sparflamme - Sprechzeit nur noch dienstags von 9 bis 12 Uhr. Vom 1. bis 19. November macht es dann komplett zu. "Die Hilfeempfänger, die bereits Leistungen erhalten haben, bekommen die monatlichen Zahlungen direkt aufs Konto überwiesen", so Sozialstadträtin Martina Schmiedhofer (Grüne).


Schumacher mit Problemen in Shanghai

2004-09-24 faz.net mit Material von dpa/sid

... Für Michael Schumacher hatte der Tag unerfreulich begonnen. Zwei Minuten vor dem Ende der ersten Trainingssession am Vormittag blieb sein Wagen wegen eines Software-Problems in der Boxenausfahrt stehen und mußte zurückgeschoben werden. ... China ist erstmals Austragungsort eines Formel-1-Rennens. Die Anlange in Schanghai gilt mit 260 Millionen Euro als die teuerste und modernste in der "Königsklasse". Vor dem 16. von 18 Saisonrennen haben Michael Schumacher und Ferrari bereits ihre WM-Titel sicher.


Software-Probleme führten zu Flug-Chaos in Kalifornien

2004-09-22 15:47 heise

Ein Microsoft-Server-Netz, das sich selbst abschaltete, und vorausgehendes menschliches Versagen führte nach Angaben der US-Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) gegenüber der Los Angeles Times zum Totalausfall des Funksystems im Flugkontrollzentrum von Palmdale nahe Los Angeles vergangene Woche. Etwa 800 Flugzeuge im Luftraum über Südkalifornien hätten mehr als drei Stunden keinen Funkkontakt zum Tower gehabt, teilte die FAA mit. In mindestens fünf Fällen sei der vorgeschriebene Mindestabstand zwischen den Flugzeugen unterschritten worden. Die Fluglotsen hätten auf ihren Radarschirmen zwar beobachten können, was draußen passiert, Warnungen an die Piloten seien aber nicht möglich gewesen.  ...  Kurz nach der Installation des Upgrades stellte die FAA aber fest, dass die neu eingespielte Software einen internen Zähler enthält, der die Windows-Systeme zur Vermeidung von Pufferüberläufen der internen Speicher nach 49,7 Tagen automatisch herunterfährt und damit das Funksystem außer Gefecht setzen könnte. Um den automatischen, unkontrollierten Shutdown zu vermeiden, wurde das Wartungspersonal angewiesen, die Server alle 30 Tage per Hand neu zu starten. Ein Techniker in Palmdale habe es vor dem Ausfall aber versäumt, den obligatorischen Neustart durchzuführen -- mit der Folge, dass die Server die Maximalaufzeit erreichten und herunterfuhren. Wegen eines zusätzlichen Software-Fehlers seien auch die Backup-Systeme nicht angesprungen. ...


LKW-Maut: Tanz um den Schadensersatz

2004-09-10 10:26 heise

Im Streit um den vom Mautbetreiber Toll Collect zu zahlenden Schadensersatz ist das Schiedverfahren durch den Bund eingeleitet worden. Danach soll Toll Collect 3,56 Milliarden Euro Schadensersatz für entgangene Mauteinnahmen leisten und obendrein 1,02 Milliarden plus Zinsen Strafe zahlen. Mit dieser Strafe sollen Vertragsverletzungen geahndet werden. Die Gesamtsumme von rund 4,6 Milliarden Euro ist nicht endgültig festgesetzt; sie kann nach Ansicht von Experten nach den Verhandlungen um eine Milliarde höher oder niedriger ausfallen. In jedem Fall ist die von den Toll Collect-Gesellschaftern Deutsche Telekom, DaimlerChrysler und Cofiroute aufzubringende Summe die bisher höchste Forderung, die in Deutschland an Unternehmen gestellt wurde. Toll Collect hat die Forderung bereits als nicht gerechtfertigt, unbegründet und nicht nachvollziehbar abgelehnt. In einer Stellungnahme heißt es, dem Bund seien "die Risiken bei der Projektentwicklung und der Projektrealisierung bekannt" gewesen. ...


Software-Problem erschwert Hartz-IV-Start

2004-09-10 07:02 Handelsblatt

Die Bundesagentur für Arbeit steht vor neuen Problemen bei der Umsetzung der Arbeitsmarktreform Hartz IV. Die Software zur Berechnung des Arbeitslosengeldes II habe noch deutliche Mängel, sagte BA-Projektleiter Kay Senius dem Handelsblatt.


Zweifel an der Zuverlässigkeit von eBays Sicherheitskonzept

2004-09-01 11:26 heise, ad

Das Online-Auktionshaus eBay hat auf seinem Server signin.ebay.de, über den sich Mitglieder per SSL-Verbindung sicher anmelden können, ein falsches Zertifikat installiert. Es ist auf den Servernamen signin.ebay.com.au ausgestellt, worauf Web-Browser mit einer Sicherheitswarnung reagieren. Gewöhnen sich die Mitglieder an diese Warnung, fallen sie leichter den zahlreichen Versendern von Phishing-Mails zum Opfer, die sie auf gefälschte Anmeldeseiten im eBay-Design leiten, um ihnen dort Benutzernamen und Passwort zu entlocken.
Auch nach dem Vorfall am vergangenen Wochenende, als die Kontrolle über die deutsche Site des Online-Auktionshauses für kurze Zeit verloren gegangen war, nimmt der Betreiber das Thema Sicherheit offenbar nicht ernster als zuvor. Die SSL-Anmeldung, die selbstverständlich sein sollte, wenn im Internet Geschäfte abgewickelt werden, sieht eBay nur als Option vor. Und schlimmer noch: Zum Ändern des Passworts ist keine sichere Verbindung vorgesehen; das neue Passwort wird unverschlüsselt durchs Netz geschickt. Bislang hat sich eBay noch nicht zu den Folgen des Domain-Hijacking geäußert. Wahrscheinlich ist, dass der kurzfristige Inhaber der Domain sämtliche E-Mails an beliebige Adressen auf ebay.de erhalten hat. Womöglich hat er sogar die Benutzerdaten von Mitgliedern eingesehen, die mit der Option "Ich möchte auf diesem Computer eingeloggt bleiben" in der fraglichen Zeit auf www.ebay.de zugriffen. Doch statt die Mitglieder sofort zum Ändern eventuell kompromittierter Passwörter aufzufordern, wiegelte eBay nur ab: "Nutzer-Daten waren nicht gefährdet."


Siemens bleibt auf Handys sitzen

2004-08-27 FTD, Oliver Wihofszki, Martin Ottomeier und Kristina Spiller

Auf Grund eines möglicherweise gefährlichen Softwarefehlers bei allen neun Modellen der 65er Serie nahmen die Großkunden Media Markt, T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 die Geräte am Donnerstag aus dem Sortiment. "Wir verkaufen die Reihe nicht mehr", sagte ein Media-Markt-Sprecher. Die Geräte würden aus den Regalen genommen. Auf Grund des Fehlers kann es beim Abbruch eines Telefonats wegen eines leeren Akkus zum lauten Abspielen der Ausschaltmelodie kommen. "Im Extremfall könnte die Lautstärke zu Hörschäden führen", teilte Siemens mit. Das Problem betrifft den Handyabsatz in Europa und Asien. Neben dem Imageschaden drohen dem Konzern finanzielle Einbußen durch den entgangenen Umsatz und Schadensersatzforderungen von Großkunden wie der Deutschen Telekom. "Wir rufen Geräte zurück und rüsten diese mit neuer Software aus. Die Kosten dafür muss Siemens tragen", sagte ein Telekom-Sprecher.


Extensive flight delays follow computer glitch

2004-08-01 12:03 USA TODAY, Matt Krantz

A computer glitch Sunday grounded hundreds of American Airlines and US Airways flights across the nation for several hours and sparked delays that persisted much of the day. The problems began at roughly 7 a.m. ET, when the flight operating system used by both airlines and run by Electronic Data Systems began to malfunction. The system, which tracks details of ongoing flights such as route plans, crew scheduling and weather monitoring, was not operational for about three hours ...

(dt.: Eine Computer-Panne hat am Sonntag hunderte Flüge von American Airlines und US Airways über das ganze Land für mehrere Stunden am Boden gehalten und Verspätungen ausgelöst, die fast den ganzen Tag anhielten. Das Problem begann etwa um 7 Uhr morgens, als das Flugsteuerungssystem, das von beiden Fluggesellschaften genutzt und von EDS betrieben wird, die ersten Fehlfunktionen hatte. Das System, welches Flugdetails verfolgt und Routen plant, aber auch die Besatzung einteilt und das Wetter beobachtet, fiel für etwa drei Stunden aus ...)


Softwarefehler plagt Mercedes-Diesel

2004-06-19 11:10 heise

Software-Bugs plagen die User nicht etwa nur, wenn sie vor dem Computer am Schreibtisch sitzen oder mit Mobilrechnern unterwegs sind. Internet-Zugang, Navigationsrechner oder multimediale Konsolen lassen das Auto zum IT-Problemfeld werden -- darüber hinaus aber kämpfen Automobil-Elektroniker mittlerweile mit immer komplexeren computergestützten Steuerungssystemen und deren Software -- und damit auch mit den Bugs dieser Software. Jüngstes Beispiel: Wegen eines Softwarefehlers ruft DaimlerChrysler rund 10.000 Transporter der Mercedes-Benz-Modelle Vito und Viano mit Dieselmotoren zurück. In Deutschland sollen rund 3.000 Fahrzeuge betroffen sein.

Ursache des Rückrufs ist ein Bug in der Software, mit der die Dieselsteuergeräte ausgerüstet sind. Sie aktivieren in Situationen, in denen dies eigentlich nicht vorkommen sollte, die Kraftstoffabschaltung, wodurch der Motor ausgehe. Betroffen seien Fahrzeuge mit Dieselmotoren, die zwischen November 2003 und April 2004 hergestellt wurden. Die Kunden würden durch die Servicestellen von Mercedes-Benz direkt angeschrieben, erklärte der Konzern; die Fahrzeuge erhielten eine fehlerbereinigten Software.


Computerpanne legt britische Flughäfen lahm

2004-06-03 10:16 heise

Erneut hat eine Computerpanne die britischen Flughäfen lahm gelegt. Ein Sprecher der Fluggesellschaft British Airways (BA) sagte gegenüber der BBC, dass am heutigen Donnerstagmorgen Starts auf allen Flughäfen verschoben worden seien. Ein Pilotensprecher sagte unterdessen gegenüber BBC-TV, dass der Ausfall des britischen Flugverkehrs fast vollständig sei. In Manchester seien heute früh etwa 50 Flüge abgesagt worden. Mittlerweile könne der Flugverkehr aber wieder normal aufgenommen werden.

Als Grund für die Probleme wird der Zusammenbruch des Mainframe in der zentralen Flugüberwachungsstelle in Swanwick in Südengland angegeben. Im September vergangenen Jahres hatte eine ähnliche Panne in Großbritannien zu weltweiten Flugverspätungen geführt. Zuvor war es in Japan und Los Angeles zu ähnlichen Problemen gekommen.


Software-Fehler verursachte US-Stromausfall 2003

2004-02-13 16:50

Acht Staaten im Nordosten der USA und Teile Kanadas blieben im August des vergangenen Jahres für fünf Tage ohne Strom. Insgesamt waren 50 Millionen Menschen betroffen. Schuld am Blackout war nach Angaben von SecurityFocus ein Softwarefehler des Managementsystems zur Überwachung und Steuerung von Stromnetzen beim Erzeuger FirstEnergy.

Das betroffene System XA/21 stammt von General Electric und ist bei Erzeugern weit verbreitet. Der Fehler wurde nach einem mehrwöchigen intensiven Code-Audit gefunden und soll bisher nur beim großen Blackout aufgetreten sein. Nach Angaben des Sprechers von FirstEnergy löste eine besondere Kombination von Ereignissen und Alarmen den Fehler aus, woraufhin das System seinen Dienst einstellte. Der kurz darauf einspringende Backup-Server versagte ebenfalls, da er mit der Zahl der bereits aufgelaufenen, aber nicht verarbeiteten Meldungen überfordert war.

In der Folge nahm das System auflaufende Alarme nicht mehr entgegen und meldete sie nicht an das Bedienpersonal weiter. Hinzu kam, dass den Betreibern nicht einmal auffiel, dass ihr System bereits versagt hatte. Eine Stunde lang soll die Kontrollstation veraltete Daten angezeigt haben. Bei auftretenden Störungen blieb zwangsläufig die Reaktion aus.

Normalerweise koppelt ein Stromerzeuger sein Netz bei größeren Ausfällen von den anderen Stromnetzen ab, um weitere Schäden durch Überlast zu vermeiden. Somit bleibt ein Problem regional begrenzt. Da die Alarme aber nicht registiert wurden, reagierten die Operatoren nicht.

FirstEnergy will nun seine XA/21-Systeme gegen die Produkte eines Wettbewerbers austauschen. Das North American Electric Reliability Council (NERC) hat eine Richtlinie herausgegeben, in der Maßnahmen beschrieben sind, Vorfälle wie am 14. August zu vermeiden. Unter anderem wird darin FirstEnergy aufgefordert, bis zum Austausch ihrer System alle notwendigen Patches für XA/21 zu installieren.

Da sich der Zeitpunkt des Blackouts und der Ausbruch des Wurms Lovsan/Blaster überschnitten, gab es Vermutungen, der Wurm könnte den Ausfall verursacht haben. Auch warnte das CERT/CC Anfang August davor, dass Lovsan Unix-Systeme mit Distributed Computing Environment (DCE) angreift und zum Absturz bringen kann. XA/21 ist ein EMS/SCADA-System (Supervisory Control and Data Acquisition), das auf Unix mit X-Windows basiert. Sicherheitslücken gibt es hier reichlich. Somit kann zukünftig nicht ausgeschlossen werden, dass Würmer, die den Weg in ein Kontrollzentrum gefunden haben, solche Systeme beeinflussen können.


Elektronik-Pannen: Das sind die Gründe

2003-10-09 AutoScout24

Elektronik und Mängel in der Steuer-Software produzieren im Auto zunehmend Pannen. Nach den Erkenntnissen der Gesellschaft für Informatik beträgt die Steigerungsrate elektronischer Pannen in jüngster Zeit 23 Prozent gegenüber nur drei Prozent Zunahme bei anderen Störungen. Hauptursachen: Software-Funktionen werden teilweise mangelhaft definiert, häufige Funktionsänderungen führen ebenfalls zu Fehlern. Auch Kommunikationsfehler zwischen den Steuergeräten verursachen Probleme.

"Hier ist ganz besonders die Informatik herausgefordert. Der Entwicklungsprozess für Software ist methodisch aufwändiger als in der Mechanik, insbesondere brauchen wir zur Qualitätsverbesserung einen herstellerübergreifenden Standardisierungsprozess", sagte GI-Präsident Heinrich Mayr. Eine Qualitätsoffensive komme nicht nur der Automobilindustrie, sondern der gesamten IT-Branche zu Gute.

 

Homepage Ralf Bürger Ralf Bürger SSE Probleme Konventionen/Hilfe Änderungen/Neues Inhaltsverzeichnis Index Vorseite Folgeseite Seitenanfang