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"Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand:
Jeder glaubt, er hätte genug davon." Verantwortung
Die eigentliche spätere Analysephase des Projekts behandelt die Untersuchung der Anforderungen, die an die Software gestellt werden. Diese Anforderungen müssen also vor der Analyse erstmal vorhanden sein, d.h. gesucht, erfragt und gesammelt werden. Dazu müssen die Geschäftsprozesse betrachtet werden, die durch die neue Software unterstützt werden sollen. Es muss also quasi der Teil des Geschäftsmodells abgegrenzt werden, dessen Probleme eine Lösungsunterstützung durch Software erfahren sollen. Dieser Geschäftsmodellausschnitt enthält Geschäftsprozesse, die bei deren genauerer Betrachtung ihrer Ziele einen Bedarf an Softwareunterstützung erkennen lassen. Genau dieser Bedarf führt zu den eigentlichen Anforderungen an die Software. Weil die Geschäftsprozessanalyse vor der umfangreichen und detaillierten eigentlichen Analyse der Anforderungen abläuft, bezeichne ich diese Phase auch gerne als Pre-Analyse-Phase. Bei der Geschäftsprozessanalyse wird also der Grundstein für die Anforderungsanalyse und damit auch für das gesamte Projekt gelegt. Ganz wichtig ist es daher, von vornherein die Verbindlichkeit, d.h. Schriftlichkeit, zu pflegen. Alle Informationen sollten dabei kurz, klar und konkret formuliert werden. Wenn Sie es hier nicht schaffen, die nötigen Handhabungen und Instrumente des Projekts zu plazieren, wird es später umso schwieriger. Daher behaupte ich immer, dass in dieser ersten Phase beide Parteien die Verantwortung haben, eine vernünftige Kommunikation aufzubauen, die möglichst alle Schwierigkeiten eines Projekts wegsteckt. Dies ist ein weiterer Vorteil in der Abspaltung der Pre-Analyse von dem eigentlichen Analyseprozess: Wenn einer der Partner merkt, dass er sich den falschen Partner ausgesucht hat, oder der zu erwartende Aufwand bei weitem das Limit übersteigt, kann das Ende der überschaubaren Pre-Analyse als frühestmöglicher Exit-Punkt des Projekts genutzt werden. Damit ist das Risiko für beide Seiten recht gering und die Bereitwilligkeit für den ersten Schritt sehr groß. Oft kommen sonst nämlich Projekte gar nicht erst zustande, weil bereits schon vor dem eigentlichen Anfang große Entscheidungen getroffen werden müssen. |
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